Ferienwohnung in Sassnitz auf Rügen
Startseite Impressum Inhalt
Sie befinden sich in der Rubrik: "Sassnitz - Fährhafen - Geschichte"
Appartement
Sassnitz Umgebung
 
 
 
Fotos
 
Postkarten
 
 
Links

Geschichte des Fährhafens Sassnitz


Der Sassnitzer Hafen hat eine längere Vorgeschichte. So bestand bereits Mitte des 17. Jahrhunderts eine Fährverbindung zwischen Ystad (eine Stadt in Schonen an der schwedischen Südküste) und Stralsund. Vorpommern und somit auch Rügen waren nach dem 30-jährigen Krieg an Schweden gefallen. Schwere See und stürmisches Wetter führten oft dazu, dass die schwedischen Schiffe Stralsund nicht erreichten und unplanmässig in einer Bucht auf Rügen landeten. Das kaiserlich-preußische Seefahrtsamt beschloss am Ende des 19. Jahrhunderts einen großen Fischerei- und Fährhafen in der kleinen Gemeinde Sassnitz / Crampas auf Rügen bauen zu lassen.


Sassnitz - Insel Rügen - historische Postkarte - Fährverbindung Am 1. Mai 1897 wurde die erste Postdampferlinie Sassnitz-Trelleborg eingerichtet. Der Staatsvertrag sah zunächst zwischen Preußen und Schweden nur eine Abfahrt je Richtung und Tag mit Schnellzuganschlüssen nach Berlin und Stockholm vor. Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens wurde beschlossen, die Postfähre in eine Eisenbahnfähre umzuwandeln. Dies gilt als "eigentlicher" Eröffnungstermin für die Königslinie. Am 6. Juli 1909 benutzte der erste Zug die neue Fähre in Anwesenheit des schwedischen Königs und des deutschen Kaisers.

Eine Eisenbahnfähre, auch Trajektanstalt oder Trajektfähre genannt, ist ein Fährschiff, das in der Lage ist, Eisenbahnwaggons oder Triebzüge in seinem Rumpf aufzunehmen und somit dem Gütertransport dient. Eisenbahnfähren werden oft dort eingesetzt, wo Brücken über Meerengen, Seen oder Flüsse aus technischen oder finanziellen Gründen nicht praktikabel sind.
Der Begriff Eisenbahnfähre wird oft missbräuchlich verwendet, denn dieser dürfte nur verwendet werden, wenn das Schiff auch für den Transport von Personen herangezogen wird.

Neben den Verbindungen
Sassnitz-Trelleborg (so genannte Königslinie)
Sassnitz-Klaipeda (nur Güterverkehr)

ergibt sich auf der Ostsee durch die Fähren

Puttgarden-Rødby (im Verlauf der Vogelfluglinie)
Rostock-Trelleborg (nur Güterverkehr)
Swinemünde-Ystad (nur Güterverkehr)
Baltijsk-Ust-Luga (nur Güterverkehr, Verbindung zwischen russischer Exklave und russischem Kernland)

ein dichtes Verkehrsnetz für den Transport von Eisenbahnwaggons.

Während des Zweiten Weltkrieges stellten die Fähren der Königslinie mehrfach den Verkehr ein. Für die in Norwegen stationierten deutschen Truppen wurde stattdessen der Nachschub befördert. Nach Kriegsende ruhte für insgesamt drei Jahre wegen der Zerstörung des Rügendamms und des Fährhafens in Sassnitz der Verkehr . Erst am 16. März 1948 wurde der internationale Fährverkehr wieder aufgenommen.

Seit 1998 verkehren die Fährschiffe nicht mehr direkt von Sassnitz aus, sondern vom neuen Fährhafen im Stadtteil Mukran).

zurück zum Fährhafen Sassnitz